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Ab dem 11. September wurden uns weltbewegende Ereignisse zuteil. Im Einzelnen glichen die ineinander geratenen Länder und deren Agitationen einem Mosaik aus Intrigen und politischer Willkür. Der Anschlag in den USA und blutige Auseinandersetzungen durch die amerikanische Intervention im nahen Osten, spalteten das Vertrauen der Menschen in jeder Nation zum eigenen Land, da der Kern dieser Auseinandersetzung jeden Menschen in jeder Gesellschaft begegnet. Es ist die Profitgier vieler Menschen und ihre intolerante Haltung gegenüber andere Weltanschauungen. Die Folgen des 11. Septembers brachten fraglos die gewohnte Mächtekonstellation und Bündnispolitik in eine äußerst unberechenbare Situation. Nun stieß ein Stein den anderen. Wirtschaft und Gesellschaft waren übergreifend betroffen und entwickelten sich zu einer Frage der Sicherheit. Zugleich begann ein Teil der amerikanischen Bevölkerung an der vaterländischen Politik zu zweifeln und die klassische Frage kam auf: Wozu führen wir Krieg? Der sozialkritische Filmemacher Michael Moore veröffentlichte in seinem Politfilm Fahrenheit 9/11 schockierende  Bilder des Nahost Konflikts die an der Autorität Amerikas als richtungsweisender Ordner rüttelten. Diese und weitere Ereignisse die den Krieg begleiteten, bekräftigten die politisch Betroffenen in ihrer antiamerikanischen Haltung. Dieser bis dahin schweigsame und unter den Menschen plötzlich laut gewordenen Konflikt lässt auch die moralisch Betroffenen in der Gesellschaft in Deutschland nicht unberührt. Neben der immer weiter ansteigenden Sorge der Europäer, dass sie das nächste Anschlagsziel sein könnten, öffnete dieser historische Tag in Amerika den schon vorhandenen Spalt zwischen den muslimischen und nichtmuslimischen Bürgern in der Bundesrepublik. Nun verlor der Islam und die Menschen welche ihn repräsentiern, in den Augen der ohnehin schon skeptischen Menschen, seine nur schlecht durchdringende Message als friedensstiftende Religion. Dies wurde für den muslimischen Teil der Bevölkerung spürbar und löste eine Welle von Spekulationen und Ängsten aus. Doch die in den Medien zu kurz kommende Definition über die defensive Haltung der Muslime gegenüber den Amerikanern ist wohl der bedeutendere Grund für die unversönliche Lage, als die zuletzt verübten Anschläge. Die antiamerikanische Haltung der muslimischen Menschen, welches sich auf alle Lebensbereiche der Amerikaner bezieht ist zum größten Teil religiös begründet. Islamische Werte die die Zurückhaltung in Wohlstand, Genuss des Lebens und die Bescheidenheit in Erscheinung und Sprache betonen, fühlen sich durch die amerikanische, in Sex, Kapitalismus und Unglauben ausschweifende Lebensweise die sich rasant ausbreitet, bedroht. Wiewohl dieser Aspekt nicht ohne Weiteres auf Europa übertragen werden kann, treten die Menschen immer öfter mit ihren Befürchtungen in die Öffentlichkeit. Man gibt auf der Seite der Islamgegner an, eine schleichende Islamisierung, die Abschaffung der freiheitlichen Werte und den Versuch der Abschaffung der Demokratie zu beobachten. Doch gerade in dieser turbulenten Phase konvertieren viele Deutsche zum Islam. Nein, es sind nicht etwa Deutsche in besonderen sozialen Lagen oder jene , welche sich zur Randgruppe zählen. Es sind Anwälte, Ingeneure, Architekte und Ärzte. Sie verrichten ihr Gebet fünf Mal am Tag, auch im Büro. Man muss sich an dieser Stelle fragen, ob die Ansichten der Menschen in Deutschland, welche man über die Medien zu vernehmen glaubt, nicht relativ zur eigenen Weltanschauung steht. Denn haltbare Gründe gegen die Ausbreitung des Islams gibt es nicht. Kein Element der Demokratie widerspricht dem Islam. Die Religionsfreiheit und die Freiheit des Menschen werden im Koran betont. Jedoch betrachten dies viele der Menschen denen dieses Argument keine ausreichende Begründung für ein bedenkenfreies Zusammenleben gibt, außerhalb der europäischen Vorstellungen von Recht und Freiheit. Inzwischen haben sich Parallelgesellschaften gebildet, viele türkisch oder arabischstämmigen Familien haben sich in ihren Vierteln flächendeckend mit den Geschäften und Sendern ihrer Sprache abgekapselt. Mit den Deutschen, ganz zu schweigen mit ihren Interessen, möchte keiner dieser Menschen zu tun haben. Die Besorgnis der Deutschen Bürger ist durchaus zu verstehen. Wiewohl ein großer Zeitraum der europäischen Geschichte dem islamischen Einfluss in kultureller wie auch politischer Hinsicht unterstand, spaltet dieser Konflikt, der politische Dimensionen angenommen hat, eine ganze Nation.  Die Menschen in den abseits lebenden Vierteln haben nicht das Gefühl, dass ihnen an der Politik Mitwirkung gewährt wird. Das an der Gesellschaft unbeteiligte, zum Teil inkollektive und von der öffentlich angeforderten Bildung fern stehende,  zugewanderte Volk hat die Bedeutung seiner Rolle in der ihn umgebenden Gemeinschaft verloren. Wozu sollte der Betroffene Verständnis zeigen, wenn ihm kein Platz in einer nur gemeinsam funktionierenden Gesellschaft zugewürdigt wird? Der Zwiespalt in der Bevölkerung beeinflusst durch weltpolitische Umbrüche und Konflikte im Zusammenspiel mit den sozioökonomischen Herausforderungen wirkt sich destruktiv auf das Gleichgewicht in unserer Gesellschaft aus. Und ich widerspreche an dieser Stelle den Menschen die die Schuld dieser Entwicklungen in die Schuhe der Politiker schieben. Ich als Ausländer sage es selbst. Es gibt die Deutsche Leitkultur und ich finde sie gut. Denn die Deutschen gehören vielleicht zu den wenigen Nationen die dies ohne Bedenken offen darlegen können. Wer in diesem Land leben möchte muss sein Glauben nicht abgeben, wohl aber die Kultur in diesem Land verstehen. Und hierzu ist das Erlernen der Deutschen Sprache absolute Pflicht. Denn die Konstellation der staatlichen Organe und der Gesetze im Einklang mit der Würde des Menschen und der Gewährleistung der Freiheit haben einen langen Weg von historischen Ereignissen und Erfahrungen, welche es mit vollem Bewusstsein zu verteidigen gilt.  Wer diese Tatsache in Frage stellt oder dessen nicht ausreichend bewusst ist, unabhängig von Religion und Rasse, muss dieses Land umgehend verlassen. Das Deutsche Volk hat das bedingungslose Recht ein erträgliches Maß an Anpassung von jedem Einzelnen Einwanderer zu fordern, um den Rechtstaat und die Idee der Freiheit nicht nur auf das Gesetzbuch zu beschränken, sondern gezielt in das Leben der Menschen zu involvieren. Die integration als Begriff also ist noch lange nicht erläutert. Sie bringt immer neue Einsichten und fordert Präzision in der Auslegung. Dazu gehört auch das sich der Mensch, der sich in einer fremden Umgebung befindet, nicht eingeschränkt in seiner Überzeugung und seiner Religion sehen darf. In Europa darf nicht nur von Freiheit geredet werden, sie muss vor Allem gelebt werden.

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