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Friedrich Nietzsche und Arthur Schopenhauer waren die Philosophen in deren Gedankenwelten und Aphorismen Begriffe wie Nihilismus, Atheismus und Frauenfeindlichkeit ein zentrales Thema darstellten.  Im Gegensatz zu solchen europäischen Philosophen, welche die Stärke des Menschen durch dessen Vernunft auszudrücken suchten und diese zum Bestandteil der überwiegend philanthropisch orientierten  Philosophie in Europa machten, stellte Nietzsche die grundlegenden philosophischen Elemente der bis dahin bekanntgewordenen Werke in Frage. In seinen bekannten Schriften begegnet man oft Widersprüchlichkeiten, welche voll von Ansätzen sind, an dem sich so manche seiner Gegner immer aufs Neue erregen. Er gehört eindeutig  zu den Skeptikern unter den Philosophen und damit zur Schlüsselfigur der zur deutschen Philosophie gegensätzlich ausgerichteten und dem allgemein positiv verbreiteten Gedanken widersprechenden Lebensphilosophie. Er verwarf den Glauben an Vernunft und Fortschritt. Seine Bücher wurden nach dem Zweiten Weltkrieg wegen nationalsozialistisch tendierender Inhalte und Formulierungen verboten. Dabei konnte sich Nietzsche nicht mit dem Antisemitismus identifizieren  und verachtete die Deutschen wegen ihrer  „antijüdischen Dummheit“. Seine Bücher wurden an bedeutenden Stellen dem Gedankengut der Nazis angeglichen. Der von Nietzsche beschriebene Übermensch ist vom „ Willen zur Macht“  getrieben und sieht die Umwertung aller Werte auf dem Weg zu seinem Ziel gerechtfertigt. Doch schon während der Hitler Herrschaft entpuppte sich das Thema über den Nazi-Philosophen als strategische Manipulation, herbeigeführt von Nietzsches antisemitisch orientierter Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche. Dennoch glauben einige Menschen eindeutige rassistische Bemerkungen aus den besonders kennzeichnenden Sprüchen und Aphorismen wahrzunehmen. So hebt der Heidelberger Professor Karl Löwith hervor, dass Nietzsches Philosophie, besonders im Übermensch-Propheten, ein “geistiges Klima“  geschaffen hat, in dem bestimmte Dinge möglich wurden.

Wie sein  Lehrmeister Arthur Schopenhauer auch, sieht er den Willen, und nicht die Vernunft als kennzeichnendes Prinzip des Menschen. Nietzsches Philosophie hat keinen Platz für geistig und physisch Schwache. Sie sind dem „Untergang“ geweiht. „ Und man soll ihnen dazu noch verhelfen. Dies ist der erste Schritt unserer Menschenliebe“. „Das Mitleiden erhält was zum Untergange reif ist“

Mit solchen Äußerungen widerspricht Nitzsche einen der Kernaussagen des christlichen Glaubens. Aufgrund der Tatsache, dass er philosophische Gedanken und Aphorismen in Form von Gedichten niederschrieb, konnte man ihn nicht so recht den großen Denkern zuordnen. Trotz seiner pessimistischen und atheistischen Haltung lehnte er das Leben nicht kategorisch ab, wie es sein Vorgänger Schopenhauer es tat. Schopenhauer ist der erste deutsche  atheistische Philosoph gewesen. Er war Misanthrop und Frauenfein. Pfennigfuchser und Pessimist. Ein Urmensch des Negativen. Davon zeugen seine Sprüche:

„Kein Mensch würde im Leben ausharren, wenn der Tot weniger schrecklich wäre“.

„Wer könnte auch nur den Gedanken des Todes ertragen, wenn das Leben eine Freude wäre“

„Wir leben in der schlechtesten aller möglichen Welten, wo die wilden einander fressen und die Zamen einander betrügen“

Ein Pfennigfuchser deshalb, weil er ein Eheleben ablehnte,  damit er „ meine Rechte nicht halbieren und meine Pflichten nicht verdoppeln“ musste.

 

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