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„Es ist eine allgemeingültige Tatsache, dass wir, wo immer wir hinschauen und egal wie tiefgehend wir etwas betrachten, elegante und geniale Lösungen in unübertroffener Qualität vorfinden, sodass das Argument des Zufalls gänzlich verblasst.“ Dieser Gedanke kommt von Michael Dentan. Ob er religiös war oder nicht,  ist dabei zweitrangig. Fakt ist jedoch,  dass er, aus seinem Satz zu entnehmen, eine höhere Intelligenz nicht ausschließt. Er gehört jedoch nicht zur Seltenheit unter den Akademikern. Auch Professor  Dr. für Chemie,  Manfred Eigen stieß womöglich irgendwann auf eine fragwürdige Situation in seiner akademischen Laufbahn,  aus dem folgender Satz hervor ging: „Wie können anorganische Moleküle biologische Informationen bekommen und weitergeben, damit eine Urzelle entstehen kann? An und für sich ein unlösbares Problem.“

Unsere DNA enthält den "Code des Lebens" Doch wie wird die richtige Anordnung der Codes gesteuert?

Unsere DNA enthält den “Code des Lebens” Doch wie wird die richtige Anordnung der Codes gesteuert?

Diese in letzter Zeit sich vermehrenden Aussagen,  welche gänzlich aus dem wissenschaftlichen Rahmen fallen, tauchen immer öfter im Internet auf. Zuletzt hatte in Deutschland der Atlas der Schöpfung von Harun Yahya auf sich aufmerksam gemacht. In diesem gewaltigen Werk werden massenhaft Zweifel angeführt. Der reichste Mann Istanbuls ließ es in einem aufwendigen Verfahren an alle bedeutende Universitäten zuschicken. Nach dieser Aktion dachten viele, es sei nur der klägliche Versuch eines gelangweilten Millionärs gewesen, Aufmerksamkeit zu erregen. Doch dem war nicht so. Eine ganze Reihe von Internetseiten ist in letzter Zeit entstanden, in denen man eingehende Abhandlungen und Darstellungen findet, nach dem ein Zufall innerhalb der Natur mit wissenschaftlichen Ansätzen angezweifelt wird. Und oft kommt es zu der Frage wie sich die Natur in einer solch komplexen Weise ordnen konnte. Wie kommt es, dass Mikroorganismen sich so organisieren, dass sich am Ende ein lebensfähiges Wesen herausbildet? Ob es den Wissenschaftlern nun passt oder nicht. Es ist eine gute Frage. Und dass die Wissenschaft alles nur für ein glücklichen Zufall hält ist bekannt. Natürlich arbeiten Wissenschaftler vor allem mit der Frage Wie. Aber da gibt es mehrere Fragen die mit diesem Wort beginnen. Wie kommt eine solche Präzision zustande?

Wissenschaftler aus aller Welt nehmen in Videoportalen und Internetplattformen Stellung zur Entstehung des Lebens. Und es ist schon lange nicht mehr so, dass nur Wissenschaftler wissenschaftlich argumentieren. Es wäre falsch zu behaupten,  die Theorien kämen aus ungebildeten und sozial instabilen Kreisen. Dabei leben viele noch in der Illusion, die Wissenschaftler würden Hand in Hand gegen jeden Zweifel  ankämpfen. Denn es sind gerade Wissenschaftler die sich durch Unstimmigkeiten und offenen Fragen zu solcherlei Ansichten verleiten lassen und eine Spaltung innerhalb der Wissenschaft riskieren. Die Entstehung des Lebens ist so eine Debatte die noch lange Gegenstand jeglicher Beweisführungen sein wird. Wiewohl die Chemische Evolution weltweit Geltung hat, ist die Rekonstruktion von der Entstehung des Lebens aus anorganischen Molekülen schwierig, da gewisse Kenntnisse über die Verhältnisse der Erde vor 3,8 Milliarden Jahren fehlen. Auch sonst sind viele Teilbereiche der Biologie lückenhaft und von Grauzonen durchzogen.  Dass gerade Wissenschaftler immer mehr in die Öffentlichkeit treten und ihre Bedenken bezüglich der Evolution oder der Zellbiologie ansprechen ist kein Phänomen, welche sich auf der Weltkarte sinngemäß eingrenzen lässt. Die Gegner der Evolution sind in der Türkei genauso aktiv wie auch in den USA. Während die Philosophie im Zeitalter der Aufklärung eine antireligiöse Tendenz  signalisierte und auch sonst die Menschen  im Laufe des gesellschaftlichen Wandels der Religion den Rücken kehrten, weil sie darin eine Gefahr für den Fortschritt und die Freiheit sahen, erhebt sich nun eine neue und immer mächtiger werdende Bewegung gegen eine Masse von Menschen, welche sich Wissenschaftler, oder Vertreter der Wissenschaft nennen. Nun wird erneut unter neuen sozialen und politischen Bedingungen über die Auslegung von Recht und Wahrheit gestritten. Denn die Wissenschaft wir oft mit solcherlei Begriffen konfrontiert. Beginnen wir doch einfach mit der Philosophie.

Das Recht auf Eigentum ist einer der wesentlichen Elemente das auf dem unser Grundgesetz baut. Als Eigentum werden oft auch abstrakte oder auch geistige Güter bezeichnet. Der mühsame Weg bis hin zu einer entscheidenden Erkenntnis und die dafür eingesetzte geistige Kraft und Ausdauer sind  als Arbeit zu sehen und die erreichte Erkenntnis darf nun als Eigentum in Anspruch genommen werden. Natürlich ist es sinnvoll die Gemeinschaft daran teilhaben zu lassen. Denn über sie können wir unsere Weltanschauung verdeutlichen. Und in der Philosophie ist in einem solchen Fall viel Angriffsfläche geboten. Der geistige Vorreiter  hofft natürlich auf Zustimmung und Anhängerschaft. Zugleich möchte er die Gesellschaft in eine für ihn richtige und moralisch annehmbare geistige Haltung umformulieren. Und er ist zufrieden,  so lange keiner in gekonnter Weise die errungenen geistigen Schätze gegen seine eigenen Überzeugungen einsetzt. Das kann einem Wissenschaftler der seine Erkenntnisse und Aussagen mit einer Reihe von Beweisführungen untermauert nicht passieren. Oder? Doch was geschieht eigentlich zurzeit in Amerika?  Es gibt einige Teilbereiche der Biologie wie z.B  die Zellbiologie oder auch die Entwicklungsbiologie, an denen  immer mehr Menschen,  ob sie nun bekennende Kreationisten sind oder nicht,  ihre Zweifel offen legen. Die Biologie ist in letzter Zeit immer mehr zum Gegenstand scharfer Diskussionen zwischen Kreationisten und Vertretern der Wissenschaft geworden.  Die Schlagwörter hierbei sind codierte Information, DNA-Transkription, DNA- Replikation, perpetuum mobile und Übergangsarten. Mehr und Mehr steigen die Menschen, die an einer ausgeklügelten Schöpfung halten, in die Materie der Wissenschaft ein. Argumente wie Gott ist der ewige und einzige Schöpfer  sind im Kreis der intellektuellen Kreationisten veraltet. Zu einem großen Gegenschlag wird nun über die Zellbiologie ausgeholt. Und von der Wissenschaft hallt keine einzige Antwort zurück. Im Gegenteil. Immer mehr Biologen halten die exakt ablaufenden  Vorgänge verschiedener Enzyme und den Aufbau der DNA  für einen hochintelligenten Plan. Immer mehr Wissenschaftler brechen ihr Schweigen. So auch in Bezug auf die Evolutionstheorie. Auf der offiziellen Plattform dissentfromdarwin.org haben sich weltweit  über 800 Professoren aus den verschiedensten Bereichen und Universitäten eingetragen und ihren Zweifel an der Evolution offenkundig gemacht.  Aber auch sonst  argumentieren Wissenschaftler immer unabhängiger. Dean Kenyon ist Professor für Biologie an der San Francisco State University.  Anhand der Komplexität im Ablauf der DNA- Transkription, welche zur Herstellung von Eiweißmolekülen dient, zeigt er uns, dass das Zufallsprinzip nicht den geringsten Platz in dieser komplexen Maschinerie hat. Hierbei stieß er auf Probleme bei der Erklärung zur Entstehung der wichtigsten Bausteine des Lebens. Eiweismoleküle. Dabei fasziniert ihn die richtige Anordnung der Aminosäuren. Denn nur so kann sie sich in ein funktionierendes Protein falten. Wer jedoch kontrolliert diesen empfindlichen Prozess?  Außerdem weißt Kenyon darauf hin, dass Aminosäuren nicht die Fähigkeit besitzen sich von selbst in biologisch sinnvollen Sequenzen aneinanderzureihen. Und damit kommt er zu der Frage wie sich die ersten Proteine auf der Urerde ohne die Hilfe genetischer Information formieren konnten. Denn eine Bildung der Aminosäuren durch eine  Art Anziehungskraft zwischen den Teilen ist ausgeschlossen. Die Anweisungen zur Zusammenstellung der Aminosäuren zu Proteinen sind in den sogenannten Nukleotiden welche aus Basenpaaren bestehen, festgelegt. Diese befinden sich zwischen den DNA Strängen. Er zeigt uns sogenannte Molekularmaschinen, welche selbstständig Arbeit verrichten. Enzyme wie Topoisomerasen, Helicase und Polymerasen arbeiten genau  aufeinander abgestimmt in einer der kompliziertesten Vorgänge der Natur. Die Übertragung der Information ist ein weiterer Punkt an dem sich Diskussionen entzünden. Der genetische Code ist eine Größe die sich nicht mehr in die materielle  Vorstellung  und Begriffswelt der Wissenschaft einordnen lässt.  Alle Lebewesen besitzen in ihren Zellen eine unvorstellbare Menge an Information. Die Produktion körpereigener Substanzen läuft selbstständig und präzise. Auch das perpetuum mobile bietet viel Anlass für aufheizende Diskussionen. Das ist ein abgeschlossenes Energiehaltungssystem, welches ohne Zufuhr von Energie in Bewegung bleibt. Kreationismus hin oder her. Tatsächlich gibt es Teilbereiche der Biologie die auf eine höhere Intelligenz  schließen lassen. Und wenn Menschen mit wissenschaftlichen Argumenten schrittweise in Richtung Schöpfung gehen,  kann es ihnen niemand verübeln. Und wenn doch, ist es Schwäche. Denn an einen Gott glauben ist einer unserer Urrechte.  In Amerika  dagegen lassen sich einflussreiche Eltern von Schülern verschiedenster Schulen  nicht so sehr von Wissenschaftlern beeindrucken. Stattdessen lassen sie ihre politische Macht spielen und rütteln derweil am Bildungsprogramm der Schulen. So hat im Bundesstaat Georgia eine Schulbehörde im Jahr 2002 vorrübergehend beschlossen, dass  in allen Lehrbüchern durch einen Aufkleber darauf hingewiesen werden soll, dass es sich bei der Evolutionslehre  nur um eine Theorie, nicht aber um eine Tatsache handele. Die Vertreter der Schöpfung fordern im Unterricht eine Gleichstellung  der Schöpfungsgeschichte mit dem der Evolutionsbiologie. Zumal die Evolution in Wirklichkeit ohnehin  als nicht haltbar angesehen wir. Nun hat diese Welle auch die Zellbiologie erfasst. Auch hier forschen Kreationisten stetig weiter und scheuen sich nicht offene Gespräche mit den Wissenschaftlern zu suchen. Die Wissenschaft begründet ihre Zurückhaltung damit, dass sie keinen Wahrheitsanspruch verfolgt. Sollte sie aber. Denn wenn Wissenschaftler auch in Zukunft ihre Position als Vertreter des Wissens behaupten wollen, müssen sie sich mit dem Begriff Wahrheit  auseinandersetzen. Gleichzeitig aber können sie die Wahrheit nicht für sich in Anspruch nehmen. Denn die Skeptiker und Gegner kommen immer mehr aus den wissenschaftlichen Reihen. Viele überkommt ein Gefühl, ob durch die dogmatische Haltung der Wissenschaftler  und die Ignoranz nicht die einst errungene Freiheit des kritischen Denkens abgewürgt wird. Denn eine Schöpfung kann auch von Wissenschaftlern nicht ausgeschlossen werden. In Europa dagegen wächst die Sorge, dass das Rückgrat der Wissenschaft  brechen könnte. Die vermehrt kreationistische Haltung unter den Akademikern bedrohe die Zukunft des wissenschaftlich orientierten Unterrichts. Die Wissenschaft scheut bewusst ein Gespräch mit den Gegnern um ihnen  keinen Erfolgserlebnis zu bescheren. Diese Reaktion jedoch ist alles andere als akademisch. Der rege Austausch ist nötig um zu den Fakten zu gelangen. Wenn sich also Kreationisten fragen, wie denn die genetischen  Informationen in organische Materie gelangt sind oder es noch tun, ist das eine berechtigte Frage.  Die Lehrer in Amerika sind weniger skeptisch.  12,5 % aller befragten Lehrkräfte sehen den Schöpfungsakt als berechtigte Alternative zum Evolutionsunterricht. 16 % neigen zu kreationistischen Ansichten. Das Discovery Institut hat seine Unternehmungen im Bereich der Politik verstärkt und fordert nun  “eine sorgfältige Untersuchung der Belege für die Darwin’sche Theorie”. Des Weiteren wurde die Verwendung unterrichtsfremder Materialien erlaubt, sofern diese die Fähigkeit zum kritischen Denken fördere.

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