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Dass Los Angeles nicht mehr  Dreh- und Angelpunkt der Filmindustrie ist dürfte so langsam auch in Europa angekommen sein. Denn die Filmindustrie in Indien ist nicht erst vor kurzem nach Westen expandiert. Dennoch hat Hollywood einen unverkennbaren Stellenwert in Europa. Klar ist, dass Hollywood nicht nur den Lifestyle vieler Menschen hierzulande, sondern auch die Vorstellungen über einen erfolgreichen Film maßgeblich geprägt hat. Oft überkommt uns das dumpfe Gefühl, dass wir die Amerikaner besser als uns selbst kennen. Unser Vertrauen in die amerikanische Filmindustrie ist so groß, dass wir mit wenig Bedenken eine DVD kaufen, ohne einen Trailer gesehen zu haben. Regisseure die sich einmal bewiesen haben genießen unzerbrechliche Treue. Besonders hier in Deutschland. So gehört wohl Steven Spielberg zu jenen die das Kinoerlebnis neu definiert haben. Streifen wie Der weiße Hai, Jurassic Park, Schindlers Liste, Der Soldat James Ryan oder auch AI-künstliche Intelligenz, genießen Kultstatus. James Cameron hat nach Terminator 2 sein großes Comeback mit dem Streifen Titanic gefeiert. In den 90ern erlangte Leonardo Di Caprio in seiner Rolle als Jack Dawson sein Karrierehöhepunkt. Viel später- 2009, lief der  erfolgreiche Sciene-Fiction-Streifen Avatar in den Kinos an. Der Film spielte weltweit über 2,5 Milliarden US-Dollar ein. Der deutschstämmige Roland Emmerich brachte den amerikanischen Albtraum nach Hollywood und ließ die USA von Aliens verwüsten. Katastrophenfilme wie Independence Day oder The Day after Tomorrow  sind in den USA eine Art Hassliebe für den apokalyptischen Hang. Man liebt es, die eigene Welt im Ausnahmezustand zu sehen. Gleichzeitig arbeitet man mit Elementen die unmissverständlich den  American Way of Life zu erkennen geben. Der amerikanische Kampfgeist dominiert inmitten der Katastrophen und scheint sich von nichts unterkriegen zu lassen. Dabei kann Hollywood alles einverleiben was die gegenwärtige weltpolitische Lage über Amerika denkt. Und jeder könnte als Feind in die Linse geraten. Denn Hollywood neigt trotz geschliffener Professionalität zu theatralischer Ausschweifung. Der Osten hat den Kalten Krieg demnach immer noch nicht vergessen und der Westen fürchtet sich trotz der fortgeschrittenen globalen Marktwirtschaft vom kalten weiten Kontinent. So sind wir in einer Art amerikanischem Käfig und sehen nur Das was uns Hollywood erlaubt zu sehen. Und inmitten dieser Machenschaften steht der europäische Verbraucher,  der es zwar ein paar Mal gewagt hat zum indischen Konkurrenten zu wechseln, aber sich trotz der tatkräftigen Unterstützung von RTL2 nicht an das neue Format von Bombay (Mumbay) gewöhnen konnte. Zu viel Gesang, zu wenig Sex. In Deutschland verkörperte es unter den Karl- May Kennern die altbekannte Orientsehnsucht. Die Sehnsucht nach einer hemmungslosen Welt,  in dem sich der Lebensausdruck in erotischem Tanz und naiver Weltanschauung entfaltet. Aber diese Romanze schleicht nicht gerade erst seit Karl-May in den Köpfen der Deutschen. Bilder von hemmungslos tanzenden Frauen kennen wir auch aus der Zeit der französischen Kolonialzeit. Der Orient war schon immer Gegenstand unbeschwerter Träume. Der 1965 in Neu-Delhi geborene Shah Rukh Khan verkörpert das Sexsymbol aus der indischen Traumfabrik Bollywood.  Vom Jahr 2000 an stand er in über 75 Filmen vor der Kamera. Er kämpfte stets gegen das Böse das ihm begegnete, aber auch gegen das Böse zu welchem er von außen getrieben wurde. Und die Liebe war stets sein Antrieb. Und seit 2004 ließ sich auch RTL2 auf die sympathischen lebensbejahenden Produktionen ein. Am bekanntesten darunter dürften sein  In guten wie in schweren Tagen, Denn meine Liebe ist unsterblich, Asoka- Der Weg des Kriegers und Ich gehöre dir meine Liebe. Dennoch ist die Dauer der Filme mit bis zu drei Stunden für den durchschnittlichen deutschen Geschmack zu lang. Der Inhalt ist zwar ein romantischer Ausflug in die ferne Welt, aber auf Dauer doch sehr fremd.  Hinzu kommt der Untertitel während der Gesangseinlagen. Der Konsum von indischen Produktionen ist infolge deutlich zurückgegangen. Wiewohl besonders Frauen von der orientalischen Romanze angetan sind, können sie sich dennoch nicht mit dem liebenswürdigen aber unterwürfigen Verhalten der indischen Darstellerinnen identifizieren. Diese Tatsache darf aber nicht über den Erfolg indischer Filme hinwegtäuschen. Auf dem asiatischen Markt stellen die jährlich 900 indischen Produktionen eine ernsthafte Konkurrenz für den amerikanischen Film dar. In England sind indische Filme auf Grund des großen indischen Bevölkerungsanteils sehr erfolgreich. Oft übertreffen die Erfolge indischer Produktionen die der amerikanischen. Zwischen den beiden großen Weltmarktführern gibt es im mitteleuropäischen Raum nur ein Land das sich als weiterer Filmexporteur  behaupten kann: Frankreich. Schon lange produziert Frankreich mehr Filme für das Ausland, als für die eigenen Kinos. Bis zu fünfzig  Filme haben den Weltmarkt bisher versorgt. Darunter besonders erfolgreiche Thriller und Horrorfilme wie Vorsicht Barracuda oder Haute  Tansion.  Loui s de Funes`s   Brust oder Keule 1976 gilt als Meilenstein in der französischen Komödie. Französische Filme sind ebenso im eigenen Land sehr erfolgreich und genießen einen höheren Stellenwert als deutsche Filme in Deutschland. Dabei sind die Storys in den französischen Filmen sehr ausgefallen und verfolgen eine unverwechselbare Machart. Es gibt kaum mittelmäßige Filme aus Frankreich. Namhafte französische Regisseure haben auch in Hollywood die vollste Anerkennung.

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