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Zwar sind wir Menschen die am höchsten entwickelten Lebewesen auf dem Planeten Erde, aber damit nicht unbedingt die überlebensfähigsten.

Schon ein kleines Ungleichgewicht unserer natürlichen Ressourcen kann unsere Zukunft in Frage stellen. Zu allem was wir bauen und entwickeln um unser Überleben nicht nur zu sichern, sonder in seiner Qualität zu steigern, benötigen wir Rohstoffe aus der Natur, welche bekanntlich limitiert sind. Wir sind dabei auf uns selbst gestellt. Die Natur können wir für uns nicht arbeiten lassen. Sie wird uns nicht den Weg zu neuen Reserven zeigen und schon gar nicht können wir sie dazu zwingen. Wir nicht.Und nicht in dieser Form.

Es gibt Lebensformen, die über eine solche Fähigkeit verfügen. Die Fähigkeit die Natur zu manipulieren und sie zu eigenen Zwecken zu nutzen. Keine Lebensform ist so erstaunlich und zugleich negativ behaftet, weil es als Synonym für menschliche Nutzlosigkeit und moralischen Absturz dient. Der Parasitismus. In der Natur gehört sie zum Alltag. Sie ist weder nutzlos noch völlig abzustoßen. Parasiten weisen hochintelligente strategische Muster auf. Sie sind äußerst anpassungsfähig und können sebst schwierigste Bedingungen als Lebensgrundlage nutzen. Sie sind nicht nur gut angepasst. Parasiten ergänzen die Natur und sind als eine Art vielfältige Komponente für verschiedenste Prozesse innerhalb der Natur zu betrachten.

Sie haben die Fähigkeit Nervensysteme anderer Arten  zu befallen und sie insofern zu beeinflussen, dass diese willenlos ihrem Usurpator dienen. Kein Lebewesen aber auch keine Pflanze ist sicher. So leben selbst auf einer Waldmaus bis zu 50 verschiedene Parasiten. Die Gattung Cymothoa kann sogar die Zunge eines parasitierten Fisches ergänzen. Der Parasit gelangt über die Kiemen in die Mundhöhle des Wirts und setzt sich dort auf dem Zungengrund fest. Durch die darauf folgende Verkümmerung der Zunge ist der Fisch nicht mehr in der Lage weiterzuleben. Der Parasit ergänzt die Zunge. Doch da ist nur die kleinste Kunst des parasitären Daseins. Die Larven des sogenannten Saugwurms setzen sich in die Fühler einer nachtaktiven Schnecke fest und bringen sie dazu am Tag auf einer Blattoberseite so lange auszuharren, bis die Schnecke von einem Vogel gefressen wird. Somit gelangen sie über den “Zwischenwirt” zum eigentlichen Wirt.

Eine weitere interessante Taktik ist die des Kernkeulen Pilzes. Normalerweise übernimmt sie die Aufgabe der Verwertung von totem Biomaterial. Doch der Parasit ist in der Lage sich in Form von Sporen in Organismen verschiedener Insekten einzunisten. Dort wachsen die Pilzzellen als Hyphen. Der Wirt beginnt sich artfremd zu verhalten und klettert auf Sträucher und Baumkronen. Der Parasit hat die Kontrolle über das Nervensystem übernommen. Hat der Pilzparasit seinen Wirt in eine für ihn optimale Bedingung gebracht, bricht die Knolle des Pilzes aus dem Körper des Wirts heraus.

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