Das bislang als harmlos eingestufte und vermehrt im Süßwasser vorkommende Chlorovirus hat mehreren Studien zufolge Einfluss auf bestimmte Hirnfunktionen. Das Virus wurde überraschend in der Rachenschleimhaut gesunder Probanden gefunden. Dabei schnitten betroffene Personen in kognitiven Tests schlechter ab als jene, bei denen keine Chloroviren nachgewiesen werden konnten.

Das Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)“ berichtet von infizierten Mäusen bei denen sich eine deutliche Verringerung der Orientierungsleistung gezeigt haben soll. Es wird angenommen, dass die durch Viren ausgelöste Immunreaktion bestimmte Funktionen von Hirnzellen beeinträchtigt.

Wissenschaftler um Van Etten hatten während einer Studie welche ursprünglich für ein ganz anderen Forschungsbereich gedacht war, Chlorovirus- DNA in der Rachenschleimhaut mehrerer Testpersonen analysiert. Bislang wurden die Vieren noch nie in tierischen oder menschlichen Zellen nachgewiesen. 40 von 92 Personen waren betroffen.Weitere Tierversuche zeigten auch, dass die Gene der Zellen in der Hirnregion Hippocampus veränderte Aktivitäten aufwiesen.

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