Das Statistische Bundesamt hat am Mittwoch den 28. April im Rahmen einer Pressekonferenz zur 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung in Berlin eingeladen. Inhalt war die Bevölkerungsentwicklung Deutschlands bis 2060. Dabei wurden zwei von acht Varianten vorgestellt, bei denen unter anderem mit unterschiedlichen Wanderungsannahmen gerechnet wurde. Die Berechnungen gehen von einer durchschnittlichen jährlichen Geburtenrate von 1,4 Kindern je Frau bei einem steigenden durchschnittlichen Alter der Frau bei der Geburt des Kindes, eines Anstiegs der Lebenserwartung um 7 Jahre bei Männern und 8 Jahre bei Frauen.

Das Bundesamt sieht Deutschland derzeit im bedeutendsten demographischen Wandel seiner Geschichte. Die Vorausberechnungen machen vor allem deutlich, was schon lange unter den Bürgern vermutet wird: Der Bevölkerungsrückgang wird in Zukunft verstärkt einsetzen, da die Zahl der Gestorbenen die Zahl der Geborenen immer stärker übersteigen wird. Zunächst wird die Bevölkerungszahl von 80,8 Millionen Menschen (2013) je nach Ausmaß der angenommenen Nettozuwanderung voraussichtlich noch 5 bis 7 Jahre steigen, um dann frühestens 2023 wieder zu schrumpfen, wenn die Bedingungen vom Jahr 2013 weiterhin anhalten. Im Jahr 2060 wird die Einwohnerzahl dann voraussichtlich auf 67,6 Millionen bei schwächerer Zuwanderung und 73,1 Millionen bei stärkerer Zuwanderung schrumpfen.

Auch der junge Bevölkerungsanteil schrumpft nach wie vor weiter. Gegenwärtig sind 15 Millionen Menschen unter 20 Jahren. Im Jahr 2060 sind es dann nur noch 11 Millionen. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung wird dabei von 18 % auf 16 % zurückgehen. Die Anzahl der über 80-jährigen wird 2060 mit insgesamt 9 Millionen etwa doppelt so hoch sein wie heute.

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