Das Elektronikunternehmen Apple hat neue Ergebnisse für das dritte Quartal des Jahres 2015 veröffentlicht. Die Bilanz weist einen Umsatz von 49,6 Milliarden US-Dollar auf. Der Netto-Quartalsgewinn liegt bei 10,7 Milliarden US-Dollar bzw. 1,85 US-Dollar pro verwässerte Aktie. Etwas weniger lag der Umsatz im Vorjahresquartal mit 37,4 Milliarden US-Dollar sowie ein Netto-Gewinn von 7,7 Milliarden US-Dollar bzw. 1,28 US-Dollar pro verwässerte Aktie. Ein Großteil der gestiegenen Umsätze liegt in der erfolgreichen Markteinführung von Apple Watch und bei Services begründet. Diesen Erfolg kann man, wenn man nach den neuesten Standards im Fortschrittsbericht von Apple geht, mit reinem Gewissen mitfeiern. Dabei war der Konzern jahrelang immer wieder heftiger Kritik aufgrund gravierender Arbeitsbedingungen bei den Zulieferern ausgesetzt.

Menschenrechtsorganisationen und internationale Gewerkschaften prangerten die zum Teil unmenschlichen Unterkünfte und den enormen Leistungsdruck unter den Arbeitern an. Im Visier stand vor allem der Hauptzulieferer Foxconn in Taiwan. Apple sah sich gezwungen an einem umfassenden Imagewechsel zu feilen. Erste richtungsweisende Reaktion des Konzerns war die Kündigung der Zulieferer in China. Bei den ab 2012 vermehrt eingesetzten Inspektionen sollten wirksam Arbeitsbedingungen geprüft und ethische Grundlagen durchgesetzt werden. Seit dem wurden die Kontrollen drastisch erhöht. Genauer: von 72 Prozent auf 393 Prozent. Apple geht damit beispielhaft als Globel Player unter den Elektronikherstellern den Weg der sozialen Verantwortung gegenüber Arbeitnehmern in ärmeren Ländern und integriert dieses Image direkt in die Unternehmensphilosophie. Insbesondere bei der Einhaltung der maximalen Arbeitszeit von 60 Stunden hat Apple Fortschritte gemacht.

Apple Chef Tim Cook hat damit seine vor Jahren versprochene Transparenz in großen Schritten durchgesetzt. Das Unternehmen trat unter anderem auch als erster Technologie-Konzern der Fair Labor Assiociation (FLA) bei, einer unabhängigen Organisation, die eigene Inspektionen durchführt. Im Fortschrittsbericht zu 2015 wird gleich zu beginn erwähnt, dass Kinderarbeit in keinster Weise toleriert wird. So wird auf Zuwiderhandlungen mit einer Bewährungsfrist reagiert. Zudem sind Zulieferer vertraglich verpflichtet, die Schulausbildung minderjähriger Kinder von Arbeiterfamilien zu ermöglichen in dem sie diese finanzieren. Apple hat im Zuge der arbeitsrechtlichen Reformen ein Exempel in der vielfach kritisierten Elektronikbranche gesetzt und übt damit Druck auf andere Zulieferer von anderen führenden Unternehmen aus. Diese Möglichkeit ist durch die große Macht von Apple und der damit einhergehenden Abhängigkeit weltweiter Zulieferer bestens gegeben.

Please follow and like us:
0
20
Pin Share20

Comments

comments