Ein weißer Zwerg droht durch unaufhaltsame Aneignung von Masse in einer Supernova zu explodieren. Astronomen um Matt Darnley von der John Mores University in Liverpool haben einen weißen Zwerg entdeckt, der nach Angaben der Forscher vor einer Supernova stehen könnte.

Der weiße Zwerg steuert auf die kritische Grenze von 1,4 Sonnenmassen zu, wodurch die Kerntemperatur überschritten und 500 Millionen Grad erreicht würden. Seine Trümmer würden nach der Explosion einige Tage lang heller als Milliarden Sonnen leuchten. Eine Supernova ist das durch die Explosion ausgelöste Aufleuchten eines Sterns am Ende seines Lebens. Schon mehrere Jahre aufeinander folgend, seit 2009, fiel der Stern M31N 2008-12a durch ungewöhnlich schnell aufeinanderfolgende Novae auf. „Der weiße Zwerg könnte schon morgen, aber auch erst in tausend Jahren explodieren“, berichtet Darnley auf dem National Astronomy Meeting in Llandudno. Der Stern M31N 2008-12a liegt in der Andromeda-Galaxie. Eine Supernovae des Typs 1a ereignet sich typischerweise in einem Doppelsternsystem, in dem ein Weißer Zwerg und ein anderer Stern eng umeinander kreisen. Die Schwerkraft des Weißen Zwerg saugt dabei immer wieder Material von seinem Partner ab. Nach aktuellen Beobachtungen saugt der beobachtete weiße Zwerg immer weiter Materie vom Nachbarstern ab. Supernovae werden meist durch zwei Mechanismen ausgelöst: Einmal durch massereiche Sterne mit einer Anfangsmasse von mehr als etwa acht Sonnenmassen. Dies führt am Ende dazu, dass ihr Kern nach Verbrauch ihres nuklearen Brennstoffs kollabiert. Ein anderer Auslöser sind Sterne mit geringer Masse die als weißer Zwerg durch erhöhte Gravitationskraft Materie aneignen und durch einsetzendes Kohlestoffbrennen zerrissen werden.

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