Das Freizeitverhalten der Kinder wirkt sich nicht nur auf die geistige und motorische Entwicklung aus, sondern auch auf die Sehfähigkeit. Auf der Jahrestagung der American Academy of Ophthalomogy in Orlando präsentierten Forscher Studienergebnisse zu dem 10.000 Kinder und Jugendliche untersucht wurden. Kurzsichtigkeit wird inzwischen genauso wie Bluthochdruck und Diabetes zu den typischen Volkskrankheiten der Industrienationen gezählt. Grund ist das sich durch Wohlstand und Digitalisierung veränderte Freizeitverhalten heranwachsender Jugendlicher. Verstärkt wird dieser Trend durch die berufsorientierte Familienplanung in dem zumeist beide Elternteile wenig Zeit für gemeinsame Unternehmungen aufbringen können. So verbringen kurzsichtige Kinder 3,7 Stunden weniger Zeit im Freien als solche die ein normales Sehverhalten aufweisen. Jedoch liefert diese Erhebung keine konkreten Aussagen über den angenommenen Zusammenhang. Denn die Annahme der Forscher, dass Kinder die ausreichend im Freien spielen auch weniger lesen, lernen, oder Computer spielen, konnte in einer spezifischen Untersuchung nicht belegt werden. Laut Forscher seien in Zukunft genauerer Daten nötig, um das Verhältnis zwischen Freizeitgestaltung und Sehvermögen verstehen zu können. Dabei spielen der Blick in die Ferne und der Kontakt mit UV-Licht in den Untersuchungen eine entscheidende Rolle. Susan Blakeney vom College of Optometrists betont, dass alle gesunden Kinder weitsichtig auf die Welt kommen. Die Kurzsichtigkeit wird im Laufe des zunehmenden Alters immer stärker.

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