Die darwinische Auffassung zur Entstehung des Lebens wird durch Vertreter der Wissenschaft immer weniger unterstützt. Statt einer konstruktiven Interaktion beizutreten und die Vielfalt zu fördern,  geraten Wissenschaftler die an der Evolutionstheorie festhalten in eine Pattsiuation und ignorieren selbst sachgemäße Kritik. Ist die Wissenschaft ein ignorrantes Bekenntnis?

Im Jahr 2001 hat das Discovery Institut, ein christlich-konservatives Bündnis, dass sich mit der Verbreitung christlicher Anschauungen auf sozialer und politischer Ebene auseinandersetzt, eine Online-Liste angelegt, in dem sich alle evolutionskritischen Wissenschaftler eintragen können. Es sind solche Wissenschaftler, die sich im Laufe ihrer herausragenden Karriere, ausgelöst durch unzureichende und lückenhafte Beweise, von evolutionstheoretischen Ansichten distanziert haben. Für sie stellt die von der Wissenschaft immer weiter ausgebaute Beweisführung vom Übergang der Arten und deren Anpassung an die Umgebung keine solide Grundlage im wissenschaftlichen Sinne dar. Ein solcher Schritt wird von Außenstehenden, die nicht praktisch in die Wissenschaft involviert sind, gewaltig unterschätzt. Denn es nicht nur ein mutiger, sondern in Anbetracht der aggressiven Dämonisierung von Wissenschaftlern die eine solche Stellung beziehen, ein äußerst karrieregefährdender Schritt. Dennoch ist die Zahl dieser beispielhaft selbstlosen Wissenschaftler inzwischen auf über 850 gestiegen.

Vor allem sind sich diese Wissenschaftler in einer ganz bestimmten Sache einig: Bildungspolitik, Fernsehprogramme und Schulbücher propagieren das überschätzte Potenzial der Evolutionstheorie die gesamte Komplexität der Entstehung des Lebens darstellen und wissenschaftlich deuten zu können. Zudem, so die Evolutionsgegner, lebe die Öffentlichkeit in der Gewissheit, dass die Wissenschaft alle möglichen Beweise und Gegenbeweise die die Evolutionstheorie haltbar machen, ausgeschöpft hat. Dabei sind die unzähligen Schwachpunkte die seitens der Evolutionsgegner angeführt werden kein Geheimnis. Sie sind nicht nur als logische wissenschaftliche Kritik defektfrei, sondern auch an ihrer Vielfalt nicht zu unterschätzen. Die Fragen in diese Richtung sind sehr einfach formuliert, führen aber bei genauerer Analyse und Differenzierung bis zur informationsgesteuerten Anordnung der Aminosäuren, die die Bausteine der Proteine sind und sich in jeder Zelle eines Lebewesens befinden. Die Kommunikation einzelner Abschnitte im Prozess der Proteinproduktion, oder der Grammatik durch welche die Nukleinbasen zu einem Zeichensystem zusammengesetzt werden, werfen bislang unbeantwortete Fragen auf.

Damit bildet die DNA-Transkription, in welcher sich die Herstellung von Eiweißmolekülen vollzieht jenen Streitpunkt zwischen Wissenschaftlern, der für Zufälle wenig Raum lässt und in seiner Komplexität am Grundgerüst der Evolutionstheorie rüttelt. Genau in diesem Bereich fällt der Schwerpunkt sehr oft auf den Begriff Information. Vielleicht eine vereinfachte Erklärung im Voraus: Ein jedes verschlüsseltes Zeichensystem (Code) enthält genau drei Nukleinbasen, auch Triplett genannt. Nur anhand dieses Codes ist das Ribosom, in dem Fall die Eiweisfabrik, in der Lage eine bestimmte Aminosäure herzustellen, welche zur Produktion von Eiweißmolekülen notwendig sind. Und nur entsprechend der vorgegebenen Basensequenz der DNA kann das Ribosom seine Arbeit in Angriff nehmen. Auch hier ist es notwendig diese Information für das Ribosom erkenntlich zu machen. Das übernimmt der RNA-Bote. Er übersetzt den Befehl in eine für das Ribosom verständliche Sprache. Erst durch die Aneinanderreihung unzähliger solcher Aminosäuren wird ein lebensfähiges Eiweißmolekül gebildet. Das ganze System ist durchzogen von einem reinen Kommunikationsablauf. Nichts deutet auf einen Zufall.

Doch worin sehen Evolutionskritiker eigentlich den Widerspruch und was stört sie an diesem Ablauf? Die Wissenschaft ist in seinem philosophischen Leitbild materialistisch orientiert und distanziert sich ausdrücklich von metaphysisch begründeten Erkenntnissen. Die Erzeugung von Informationen und deren Transport durch Materie steht jedoch im Widerspruch zu einem materialistisch betrachteten Kosmos. Zum anderen liefert die Wissenschaft keine Erklärung zur Selbstständigkeit im Prozess der Informationsübertragung. Schon vor Jahren hat Dean Kenyon, Professor für Biologie an der San Francisco State University auf das Problem der selbstständigen Anordnung der Aminosäuren hingewiesen. Bislang hat sich noch kein Wissenschaftler sachlich und einleuchtend hierzu geäußert. Außerdem wies Kenyon darauf hin, dass Aminosäuren nicht die Fähigkeit besitzen sich von selbst in biologisch sinnvollen Sequenzen aneinanderzureihen. Und damit kam er zu der Frage wie sich die ersten Proteine auf der Urerde ohne die Hilfe genetischer Information formieren konnten. Denn eine Bildung der Aminosäuren durch eine  Art Anziehungskraft zwischen den Teilen ist ausgeschlossen. Doch alles was der Evolutionstheorie widerspricht wird einfach wieder durch die lückenhaften Einblicke in den Evolutionsprozess zurechtgerückt. Man ist nicht in der Lage jeden einzelnen Abschnitt der Evolution fehlerfrei zu beschreiben, verfügt aber für die wissenschaftliche Einordnung dieser Theorie und aller darauf bauenden entwicklungsspezifischen Abläufe ausreichende Hinweise. Eine wissenschaftlicher Bereich also der mehr einer Hypothesenbildung als einem wissenschaftlichen Ansatz gleicht.

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