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Mutige Gedanken zur Emanzipation

Einer der vielen Gründe warum in Deutschland ernsthafte Themen ins Lächerliche abgleiten, könnte vielleicht der sein, dass sie sich ständig wiederholen, wiewohl die Antwort in der gesellschaftlichen Wahrnehmung zu finden ist und vieles keiner allgemein gültigen und politisch ausgesprochenen Lösung bedarf. Erst dann nämlich, wenn ein schweigsam sinnvoll verarbeitetes Thema medial aufgestachelt wird, geriet die ganze Sache ins Mittelalterliche. Und man muss auch erwähnen, dass die Dinge, egal was es ist, immer nur deshalb so sind wie sie sind, weil sich ein gewisses Grundgerüst dahinter befindet, ein Rückgrat der Gegebenheiten und sozialen Strukturen. Aber es gibt immer jemanden der das gesellschaftliche Gleichgewicht aus der Ruhe bringt, um einen möglicherweise völlig neuen, bislang unbekannten und hinter jedem Bewusstsein unauffindbaren pseudohumanistischen Gleichberechtigungsshit in die Welt zu setzen. Zu solchen Kackrhetorikerinnen gehört zum Beispiel Alice Schwarzer. Genderdiktatorinnen dieser Sorte haben in unserer Mitte nichts verloren.

Seit dem 12. Jahrhundert ist es schon bis jetzt das vierte Mal, dass sich Frauen gegen gesellschaftliche Unterdrückung und politisch-wirtschaftliche Ausgrenzung wehren. Zumindest bis zum Zeitpunkt der Französischen Revolution haben Emanzipatorinnen die Gleichberechtigung sinnvoll mitgestaltet. Auch die Welle der Frauenbewegung in der Mitte der 40er Jahre war ein unumgehbarer zivilisatorischer Akt, ohne dessen die Frauen nicht so leben würden wie sie es heute tun. Aber worum geht es eigentlich Heute? Man kann der Frau auch ihre gesamte Weiblichkeit nehmen und sie in jedem Moment ihres Lebens in dem sie sich von einem Mann unterscheidet und nicht in seine Fußstapfen tritt, abwatschen. Warum machst du es nicht wie ein Mann? Du bist zu sehr Frau!! Oder es sind solche aus einem wohlbehüteten Haus kommenden, frisch gebackenen Abiturientinnen die noch nie in ihrem Leben ein Stein von A nach B schleppen mussten und plötzlich über Nacht auf die Idee gekommen sind ihrem Dasein eine politische Dynamik verleihen zu müssen.

Und solche versteifen sich auch sehr leicht in stocktraditionelle Angelegenheiten wie zum Beispiel der Erziehung. Blind folgen sie Schlagbegriffen wie antiautoritäre Erziehung, Emanzipation und Medienpädagogik und setzen neue Normen wie „ Für die große Liebe kann man die Familie verlassen“, oder „ Wer sein Kind mal geschlagen hat der liebt es nicht“, oder aber auch „Eifersucht ist eine Krankheit“. Fernab von jeder lebenspraktischen Erfahrung und der fehlenden emotionalen Befangenheit urteilen sie über die verschiedensten Bereiche des Lebens. Sie stehen über den menschlichen Abgründen und Schwächen und thronen jungfräulich und moralresistent über den gelebten Erfahrungen aller anderen Menschen. Aber wenn Feministinnen eine schön eingebaute Küche sehen denken sie zuerst an Versklavung, dann an eine Familie für die sie mit Liebe und Fürsorge kochen. Was ist nur so schlimm daran für den Mann zu kochen, auf die Kinder aufzupassen und den Kindern am Abend vorzulesen? Ich habe das immer als Liebe empfunden. Besser ist es natürlich sich draußen an der Ampel wartend, über die roten und grünen Männchen zu ärgern die keinen Rock tragen.

Es ist ein bisschen wie bei den Japanern. Dort rutscht die Begeisterung für ein Gegenstand oder Thema leicht mal in die fetischistische Schiene. Bei uns geilen sich Frauen eben neulich an Ampeln auf. Auf der einen Seite prügeln Heidi Klum und amerikanische Musikvideos den jungen Frauen menschenverachtenden Ernährungsmodelle, Ideale und Lebensweisen ein, auf der anderen Seite sollen sie sich in ihrer beruflichen Karriere an das möglichst männlichste Erfolgsmodell a la Bill Gates richten. Warum gehen Frauen mal nicht auf die Baustelle und warum müssen ihnen Männer die Türen aufhalten? Sollen die doch in Betonfirmen und Stahlfabriken arbeiten. Emanzipation muss sich wenn schon vollständig entfalten. Dann werden endlich mal Männer zum Altar getragen und können sich beim Schuhe kaufen mehr Zeit lassen. In Russland oder der Türkei beispielsweise wird man als Frau beschimpft und ausgegrenzt wenn man dort in aller euro-emanzipatorischen Ruhe gesteht, dass man nicht kochen kann und sich nicht für sein weibliches Erscheinungsbild gegenüber den Männern interessiert. Es werden von den Männern eine Reihe von Verhaltensweisen erwartet die man gegenüber einer ach so schönen Dame einhalten muss. Warum halten sich Frauen nicht an männliche Vorstellungen ohne sie dafür in ein Fach zu schieben? So anstößig dieser Artikel auch zu lesen ist, so sehr enthält es jene Elemente von Gedankenstücken die unsere Politik sinnlos von den essenziellen Dingen ablenken. Von der Bildungspolitik oder aber auch der Flüchtlingspolitik, über die man sich schon Gedanken hätte machen müssen als die ersten Waffen an die Beteiligten in Krisengebieten verteilt wurden. Frau sein ist eben gesellschaftliche Haarspalterei.

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18 Antworten auf „Mutige Gedanken zur Emanzipation“

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