Die Katastrophenhilfe wird demnächst auf mögliche technische und organisatorische Innovationen mittels ausgefeilter Simulationstechnologie geprüft und nachgestellt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) arbeitet im Rahmen des EU-Projekts DRIVER (Driving Innovations in Crisis Management for European Resiliance) an einem paneuropäischen System für ein besser durchdachtes Krisenmanagement. Darunter wirken Organisationen wie Thales, Frequentis, die Frauenhofer- Gesellschaft, das Technische Hilfswerk, sowie Mitglieder des internationalen Roten Kreuzes mit. In einem technisch simulierten Katastrophenszenario werden seit dem 9. September im Validierungszentrum vom DLR Flugmanöver und Rettungssysteme getestet. Das Projekt wird vom hierfür eingerichteten Krisenmanagementzentrum der DLR geleitet. Zur Koordinierung der Logistik und der Rettung werden Situationsbilder in Echtzeit vom DLR-Forschungsflugzeug D-Code an eine Bodenstation des DLR geliefert. Diese dienen als Ziele der simulierten Flugversuche. Es werden neben den Simulationen auch verschiedene Technologien und spezifische Systeme zu einem real anmutenden Szenario zusammengeführt, um den Herausforderungen einer echten Katastrophe so nahe wie möglich zu kommen. Eine speziell entwickelte Software soll Menschen in Notlagen erkennen. Das DLR-Forschungsflugzeug verfügt über ein Experimentalsystem das in der Lage ist ganze Flugwege vom Start bis zur Landung sowie Steueranweisungen von der Bodenstation aus an das Flugzeug zu übermitteln. Diese Technik hat sich bereits an einem Vorläuferprojekt mit dem Namen VABENE im Verkehr bewährt. Lediglich zwei Minuten braucht das Hightech 3K Kamerasystem, um ein Gebiet von 80 Quadratkilometern zu erfassen. Zur optimalen Aufnahme auch schwer zugänglicher Gebiete werden unbemannte Luftfahrzeugsysteme eingesetzt. Sogenannte Remotely Piloted Aircraft Systems (RPAS), deren Steuerung ebenfalls vom Boden aus vorgenommen wird.

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