Die derzeitige konstant bleibende Wetterkonstellation könnte den bislang wärmsten Dezember von 1761 als Rekordhalter ablösen. Das geht aus einem Bericht der Spektrum der Wissenschaft hervor. Wiewohl es die flächendeckend moderne Wetteraufzeichnung erst seit 1881 gibt, liefern einzelne Daten früherer Wetterstationen Hinweise darauf, dass es damals um diese Jahreszeit nicht so warm gewesen sein kann wie 2015. Demnach befindet sich Mitteleuropa in einer Schneise gegeneinander wirkender Hoch- und Tiefdruckverhältnisse. Die wissenschaftliche Erklärung setzt an der Wetterkonstellation an die seit Anfang Dezember anhält und milde Luft aus Südwesten nach Mitteleuropa führt. Sie wird unter anderem durch die Position des Polarwirbels, ein mit Kaltluft angefülltes Höhentief, mitverursacht. Der Polarwirbel, dessen Zentrum zwischen Nordkanada und Grönland liegt, bewegt sich nur zögerlich nach ostwärts. Die vom Polarwirbel aus über den Nordatlantik nach Süden dringende Luft zieht neue Tiefdruckgebiete nach Europa. Diese Konstellation begegnet dem zwischen Süd- und Osteuropa liegenden Hoch das herannahende Tiefs ableitet und sie weiter über Großbritannien nach Skandinavien schickt.

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