Unter den Pflanzen die sich durch Abwehrstoffe wie Terpene und Phenole gegen Fraßfeinde wehren, gehört der Löwenzahn zu jener Gattung, die sich durch die besonders hohe Konzentration der sogenannten Latex-Verbindung am effektivsten wehren kann. Das haben Forscher des Max-Planck-Institus in Zusammenarbeit mit Forschern der Universität in Bern herausgefunden. Der Latex ist die milchig in Erscheinung tretende Flüssigkeit in der die wichtigsten dieser Metaboliten (Zwischenprodukte biochemischer Prozesse), die Bitterstoffe enthalten sind. Dabei wurde die höchste Konzentration in den Wurzeln der Löwenzahnpflanze gefunden. Da die Wurzel das Hauptspeicherorgan der Pflanze bildet und zugleich die frühe Blütenbildung ermöglicht, leuchtet diese Proportion ein. Ein Test in der die Entwicklung der Maikäfer-Larven unter Wirkung einzelner Latex-Komponenten beobachtet wurde ergab, dass das Larvenwachstum schon durch eine einzelne Substanz beeinträchtigt wird.  Eingesetzt wurde dabei das Sesquiterpenlacton Taraxinsäure-Beta-D-Glycopyranosyl-Ester (TA-G). Im Test wurde die gereinigte Substanz der künstlichen Nahrung beigemengt. Dabei unterscheidet sich die Zusammensetzung der Latex-Verbindung innerhalb verschiedener Löwenzahn-Linien. Ein weiterer Test mit unterschiedlichen Löwenzahnpflanzen verdeutlichte, dass Pflanzen die mehr TA-G produzierten resistenter gegen Fraßfeinde und damit gesünder sind.

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