Immer mehr Menschen sind auch während der Arbeitszeit über den Instand-Messaging-Dienst Whats App erreichbar. Der dadurch ständig unterbrochene Arbeitsprozess und die geteilte Aufmerksamkeit könnten sich negativ auf die Qualität der Produkt- und Dienstleistungen auswirken. Insbesondere ist davon der junge Anteil der Angestellten und Beschäftigten betroffen. Schon 2012 konnte durch die von ARD und ZDF erhobene Onlinestudie festgestellt werden, dass 2/3 der 20 bis 29-Jährigen mindestens einmal am Tag in ihrem Netzwerk unterwegs sind. Diese Studie klingt geradezu uralt wenn man bedenkt, dass durch die viel genutzte Möglichkeit die App als Startseite zu installieren oder die Funktion der Push-Nachrichten das Surfen zur Dauerangelegenheit gemacht wurde. Die USA hat diesbezüglich bereits eine besorgniserregende Studie veröffentlicht. Die University of Michigan ließ unter der Führung von Erik Altmann 300 Probanden einfache Aufgaben am Computer lösen. Die Hälfte von ihnen sollte parallel immer wieder zwei Buchstaben in ihr Smartphone eintippen. Trotz der Tatsache dass diese Ausführung lediglich 2,8 Sekunden in Anspruch nahm wurden am Ende doppelt so viele Fehler wie bei den Probanden ohne Handy festgestellt. Die Schwierigkeit liegt darin, den Anschluss zum vorherigen Denkprozess zu finden. Denn nach der Unterbrechung müsse man wieder zum ursprünglichen Ziel zurückfinden und das sei harte Arbeit und verursache Stress, so Thomas Rigotti von der Uni Mainz.
Die Funktion von Apps in den verschiedensten Internetdiensten hat auch zur folge dass die Nutzung der Medien einen vollständigen Wandel durchgemacht hat. In den Neunzigern wurden noch vermehrt Printmedien wie Bravo, Bravo Girl oder andere Jugendzeitschriften rezipiert. Diese wurden inzwischen auch in der Zielgruppe der unter 15-Jährigen weitgehend durch Tablets oder Smartphones verdrängt. Überspitzt könnte man nun auch zusammenfassen, dass die Erzeugnisse der Wirtschaft und deren Beschaffenheiten in allen Produktbereichen einer wesentlich verminderten Konzentration unterliegen und dementsprechende Qualitäten aufweisen. Was folgt ist der Produktivitätsverlust. Dieser fortgeführte Gedanke wird durch zahlreiche relevante Studien gestützt. So wurde beispielsweise eine Studie der Universität Bonn durchgeführt in der über eine spezielle App das Surfverhalten von 50 Studenten untersucht wurde. Ergebnis: Alle zwölf Minuten waren die Beteiligten aktiv.

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