Das Statistische Bundesamt hat die Lebenserwartung innerhalb der Bundesrepublik nach der Auswertung der aktuellen Sterbetafel (2012/2014), der sogenannten Periodensterbetafel ermittelt. Dieser Datenüberblick zu Gestorbenen und der ermittelten Bevölkerung umfasst einen Beobachtungszeitraum von zehn Jahren. Zuletzt wurden spezifische Daten 2002/2004 erhoben. Aktuell beträgt die nach den aktuellen Sterblichkeitsverhältnissen errechnete Lebenserwartung bei neugeborenen Jungen 78 Jahre und 2 Monate, bei neugeborenen Mädchen 83 Jahre und 1 Monat. Damit hat sich die Lebenserwartung Neugeborener bei den Jungen um 2 Jahre und 3 Monate, bei den Mädchen um 1 Jahr und 6 Monate im Vergleich zur Sterbetafel 2002/2004 erhöht. Ein entsprechender Anstieg der Lebenserwartung ist auch für ältere Menschen errechnet worden. So ist die verbleibende Lebenserwartung, auch fernere Lebenserwartung genannt, bei den 65-jährigen Männern auf 17 Jahre und 8 Monate gestiegen. Für 65-jährige Frauen konnten weitere 21 Jahre ermittelt werden. Bei Männern weist das ein Anstieg von 1 Jahr und 5 Monaten, bei Frauen 1 Jahr und zwei Monaten auf. Die methodische Vorgehensweise in der Errechnung der Lebenserwartung entspricht nach Darstellungen des Statistischen Bundesamts jedoch nicht einer wirklichen Abschätzung der Entwicklung zur Lebenserwartung. Sie gibt lediglich eine Voraussicht unter den Bedingungen der aktuellen Sterblichkeitsverhältnisse und ist als Momentaufnahme aufzufassen.

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