Die Zukunft der Pflegeberufe soll attraktiver gestaltet werden. Der Deutsche Bundestag hat diesbezüglich über einen entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform der Pflegeberufe beraten. Das teilt das Gesundheitsministerium mit. Ziel des neuen Gesetzentwurfs ist die Zusammenführung der Ausbildungen in der Alten-, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu einer neuen gemeinsamen Ausbildung mit den Berufsabschlüssen Pflegefachfrau und Pflegefachmann. Vordergründig soll hier ein den wachsenden Anforderungen der Zukunft entsprechendes Berufsbild geschaffen werden.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: “Pflegerinnen und Pfleger setzen sich tagtäglich unermüdlich für andere ein. Dafür haben sie gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung verdient. Wenn wir mehr Menschen für die Pflege begeistern wollen, brauchen wir aber auch eine moderne Ausbildung, die auf die veränderten Anforderungen in der Praxis vorbereitet und zugleich bessere Berufs- und Aufstiegschancen schafft. Viele Jahre wurde über die Reform geredet. Jetzt ist es Zeit, die Pflege und unsere Pflegekräfte durch eine zukunftsfähige Pflegeausbildung weiter zu stärken. Ich freue mich deshalb sehr über die große Zustimmung der Pflegekräfte und ihrer Verbände sowie der Wohlfahrtsverbände und aus der Wissenschaft zur neuen Pflegeausbildung.”

Ein weiterer Hintergrund zur Initiative einer grundlegenden Reform der Pflegeberufe ist die in den letzten Jahrzehnten auffällige demografische Entwicklung. Hier sei die Sicherung der Fachkräftebasis in der Pflege eine gesellschaftspolitisch wichtige Aufgabe. Der Nachschub von Pflegefachkräften muss gesichert sein: „Deshalb sind wir überzeugt, dass wir eine generalistische Pflegeausbildung brauchen. Sie bietet vielfältigere Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten und wird dabei helfen, mehr Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen“, so die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), Elke Ferner.

Das Gesetz vervollständigt sich durch eine hierfür vorgesehene Ausbildungs- und Prüfungsverordnung. Dabei können die bereits vorhandenen Punkte in die weiterführende Verhandlung des Gesetzentwurfs miteinbezogen werden.

Das erste Ausbildungsjahr soll nach Plänen der Bundesregierung 2018 beginnen. Noch fehlt die Zustimmung des Bundesrates.

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