Industrie 4.0 wird vermutlich nicht nur Produktionsprozesse verändern und optimieren, sondern ein neues Verständnis und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Ressourcen auf globaler Ebene auslösen. Noch steht die Umorientierung der Industrie am Anfang. Weltkonzerne und Politik stehen vor der Aufgabe Mensch und Maschine auf eine bislang nie da gewesene Weise aufeinander abzustimmen.

Die Industrie steht unabwendbar vor einem grundlegenden Wandlungsprozess, das Politik und Wirtschaft auf eine besondere Weise fordert. Industrie 4.0 läuft auf Hochtouren und gegenwärtig bleibt die Frage offen, inwiefern sich die technologische Synchronisation der globalen Wirtschaft und die Beteiligungen einzelner Nationen voranbringen lässt. Hier ist die zielgerichtete Auseinandersetzung einzelner Bundesorgane mit Forschungseinrichtungen und den aktuellen Erfordernissen für effiziente, kundenorientierte und standardisierte Produktionsprozesse gefragt. Die optimale Verbindung zwischen Mensch, Maschine und Wissenschaft setzt Technologiekonzerne und Initiativen in Gang und bietet ein großes Forschungsfeld in den verschiedensten Bereichen. Dabei besteht die besondere Schwierigkeit der Umsetzung in der internationalen Tragweite.

In einer Zeit der vernetzten Wirtschaftsbeziehungen sind enge Kooperationen gefragt. Dem folgen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Bundesministerium für Bildung und Forschung die Träger der Plattform Industrie 4.0 sind und durch IFOK, einem international führenden Unternehmen für Nachhaltigkeits-, Energie- und Klimaschutzfragen und dem (VDI)Technologiezentrum unterstützt werden. So besteht seit März 2016 eine Zusammenarbeit zwischen der Plattform Industrie 4.0 und dem Industrial Internet Consortium. Dort wurden bereits Ergebnisse ausgetauscht. Auch besteht eine Initiative zwischen Deutschland und Frankreich im Bereich der Digitalsierung. Der gemeinsame Plan der Plattform Industrie 4.0 und der französischen Alliance Industrie du Futur sieht unter anderem die Realisierung der Technologieentwicklung, die Standardisierung und die Ausbildung und Veränderung bei Kompetenzanforderungen und Arbeitsorganisation vor. Digitale Informationen einzelner Prozessschritte und die intelligente Vernetzung von Produktionsanlagen sollen der Industrie eine neue und an seine Umgebung optimierte Dynamik verleihen und somit Ressourcen und Zeit schonen.

Das ist auch der Impetus des amerikanischen Technologiekonzerns IBM. Dieser sieht darin die „Innovationskraft“. Das Unternehmen verfolgt die Realisierung effektiver Standardisierungen und die „individuelle Anpassung des Produktlebenszyklus“ an den Kundenwunsch. Der Konzern bietet ein überzeugendes Portfolio an Softwarelösungen und beschreibt Industrie 4.0 in diesem Zusammenhang als Konvergenz des Internet der Dinge mit den Daten und Diensten des Internet. Die Digitalisierung hat damit die Fabrikhallen erreicht und schließt sich dem intelligenten System der vernetzten Kommunikation. Produktionssysteme sollen sich weitgehend selbst steuern und Auskunft über einzelne Produktionsprozesse geben, um spezifische Evaluationen und Strategien zu beschleunigen und zu vereinfachen. Die durch bislang Computer gesteuerte Produktion und Automatisierung wird in Zukunft durch integrierte Systeme ersetzt. Das Schlagwort „Internet der Dinge“ prophezeit das langsame Verschwinden des stationären computergesteuerten Systems. Die Industrie bekommt eine sich kennende und auskunftfähige Technologie die ein neues Kommunikationszeitalter in der globale Wirtschaft einläutet. Forscher des Fraunhofer Instituts haben bereits einen richtungsweisenden Schritt in Richtung softwaregestützte Produktionsanlagen getan und eine mit allen digitalen Endgeräten kompatible, web-basierte Software zur Unterstützung digitaler Fertigungsprozesse entwickelt. Hauptanliegen ist die Erfassung und Nutzung einzelner Prozessschritte und der daraus gewonnene Mehrwert.

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