Seit dem Jahr 2011 haben Wissenschaftler in der Cochrane-Übersicht bislang 22 weitere Studien über die therapeutische Wirkung von Musik durchgeführt. In der aktuellen Auswertung von 52 Studien mit 3.731 Patienten befinden sich 23 Studien zur Musiktherapie und 29 werden der Musikintervention zugeordnet. Joke Bradt, außerordentliche Professorin vom College of Nursing and Health Professions der Drexel University in Philadelphia stützt die lindernde Einwirkung von Musik auf die zuletzt durchgeführte Auswertung. Die Studie unterscheidet dabei zwischen der aktiven Teilnahme an einer Musiktherapie und dem passiven hören. Demnach kann Musik Krebspatienten bei der Verarbeitung der sozialen, emotionalen und körperlichen Leiden helfen. Nach Bradts Erläuterungen reichte bereits eine Aushändigung der Hörliste von Musikstücken, um günstige Effekte auf die Angst vieler Krebspatienten zu erzielen. Auf der STAI-S-Skala (Spielberger State Anxiety Inventory) konnte die Wirkung mit einer mäßigen bis starken Wirkung gleichgesetzt werden. Bradt erklärt außerdem, dass Musikinterventionen Atemfrequenz und Blutdruck senken können, währen auf den körperlichen Zustand keine Beobachtungen gemacht werden konnten. Insgesamt könne aus den Studien entnommen werden, dass der Bedarf von Anästhetika und Analgetika gesenkt und die postoperative Erholung beschleunigt werden kann. Letzteres müsse weiter erforscht werden.

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