Eine Forschergruppe um die Wissenschaftler Benjamin Storm, Sean Stone und Aaron Benjamin von der University of California konnte durch einen Versuch mit zwei Teilnehmergruppen herausfinden, dass die Surfgewohnheit bezüglich des Faktenwissens dazu verleitet, auch bei einfachen Fragen zur Suchmaschine zu greifen. Möglicherweise, so die Forscher im Fachmagazin Memory, könne dies auch die Gedächtnisfunktion verändern. Ob dieses Verhalten dem Gedächtnis langfrisitg schadet, lasse sich durch den Versuch nicht beweisen.

Durch den schnellen und einfachen Zugriff auf Wissen durch das Internet ist die Notwendigkeit, sich das in Erfahrung gebrachte dem Langzeitgedächtnis einzuordnen, nicht gegeben. Dies senke womöglich die Breitschaft sich die Antworten aus dem eigenen Wissen zu liefern. In der Studie wurden zwei Teilnehmergruppen zu anspruchsvollen Themen befragt. Eine Gruppe sollte die Fragen ohne Hilfsmittel beantworten, während die zweite mit Suchmaschinen arbeiten durfte. Bei der zweiten Versuchsanordnung wurden vergleichsweise einfachere Fragen gestellt und die Teilnehmer hatten freie Wahl in der Beschaffung der Antworten.

Das Ergebnis zeigte, dass jene Teilnehmer die deutlich weniger auf das Internet verzichten wollten, auch zuvor in der Gruppe waren, die die Hilfsmittel nutzen durften. Ein Drittel der Teilnehmer konnte nicht eine einzige Frage ohne das Internet beantworten. Das Ergebnis lässt die Wissenschaftler vermuten, dass Suchmaschinennutzer wohl seltener versuchen Wissen aus ihrem Gedächtnis abzurufen.

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