Auf dem achten Weltgesundheitsgipfel, der World Health Summit, äußerten sich der Geschäftsführer der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen, Florian Westphal und der Generaldirektor des Internationalen Roten Kreuzes, Yves Daccord, besorgt über die psychischen Auffälligkeiten bei Flüchtlingen. Hilfsorganisationen und Ärzte appellierten an Politik und Gesundheitswesen, die Behandlungen von Flüchtlingen ernst zu nehmen. Das meldet die Onlineausgabe des Ärzteblatts. Westphal erklärte, dass Betroffene neben den Einwirkungen des Krieges in ihren Herkunftsländern, auch durch Gewaltexzesse während der Flucht schwer traumatisiert seien. Hinzu würde mangelhafte medizinische Versorgung in den Flüchtlingscamps kommen. Das Ausmaß der Kriegseinwirkungen zeige sich in der Ausbreitung psychischer Erkrankungen. Diese hätten „epidemische Ausmaße“ erreicht, so Yves Daccord. Er sieht die damit zusammenhängenden Themen im Programm der politischen Agenda, welche einige Jahre in Anspruch nehmen werde. Den Vergleich mit einem Staat, in dem alle Bürger nur Flüchtlinge sind, nahm die frühere dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt, um die ernste Lage beim Zugang zu Bildung und Gesundheit darstellen zu können. Unpassend dazu wären der junge Bevölkerungsanteil wie das Bevölkerungswachstum hoch.

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