Große Umwelt- und Gesundheitsorganisationen haben in gemeinsamer Arbeit, die tödlichen Folgen der Grenzüberschreitung von Emissionen durch Kohlekraftwerke innerhalb Europas in Zahlen veröffentlicht. Darüber berichtet die offizielle Website der Naturschutzorganisation WWF. Die Studie unter dem Namen „Lifting Europe`s Dark Cloud“, die sich auf den Report „Europe`s Dark Cloud“ bezieht, welcher im Juli 2016 veröffentlicht wurde, befasst sich erstmals mit weitreichenden und grenzüberschreitende Gesundheitsfolgen. Bei unverändertem Fortdauern der Emissionsausstöße und der aktuellen Grenzwerte, würde die in Europa herrschende Verschmutzung weiterhin sieben Menschen pro Tag das Leben kosten. Damit gelte die Notwendigkeit einer Reduktion der Emission in Form von Feinstaubpartikeln und Treibhausgasen, neben dem Klimaschutz, auch für die Gesundheit der Menschen, ließ Viviane Raddatz, Klimaschutzreferentin beim WWF Deutschland verstehen. Insgesamt wurden 257 der 280 Kraftwerke ausgewertet. Das Ergebnis der Emissionsausstöße aller Kraftwerke von 2013 wird mit rund 22.900 vorzeitigen Todesfällen, zehntausenden Herz- und Lungenkrankheitsfällen und bis zu 63,2 Milliarden Euro Gesundheitskosten in Verbindung gebracht. Auf die Bundesrepublik fallen nach dieser Rechnung 4.350 vorzeitige Todesfälle europaweit. Mit dem selben Ausgangswert kann durch die von der Industrieemissionsrichtlinie (IED) vorgegebenen Grenzwerte die Hälfte aller Fälle vermieden werden. Die IED gilt bereits seit Januar 2016. Weitere in der Politik diskutierten Beschlüsse zu neuen Grenzwerten und die optimierte Technologie, könnten die Todesfälle nochmals reduzieren. Letztendlich könne der frühzeitige Tod durch Kohleemissionen lediglich dadurch behoben werden, in dem ein Kohleausstieg durchgesetzt wird, so Julia Gogolewska von HEAL.

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