In Zukunft soll es jedem möglich sein, Toxine und Krankheitserreger im Blut selbst festzustellen. Das Fraunhofer-Institut stellt auf der diesjährigen Messe Compamet im November den Fluoreszenz-Chip vor, das mithilfe des Smartphones und der dafür vorgesehenen App in der Lage sein soll, einfache und schnelle Blutanalysen durchzuführen. Auf diese Weise könnte es bald möglich sein, Zöliakie und Glutenunverträglichkeit einfach zu enttarnen. Fraunhofer-Forscher für angewandte Optik und Feinmechanik in Jena haben dazu gemeinsam mit Industriepartnern einfach ausdruckbare Fluoreszenzsensoren entwickelt, die das auf den Chip abgegebene Blut mit winzigen darauf befindlichen Kanälen mit speziellen Ankermolekülen und Fluoreszenzfarbstoffen zusammenbringen. Die im Chip enthaltenen winzigen Objekte wie Lampe und Photodetektor, konnten die Forscher über nur leicht modifizierte Tintenstrahldrucker ausdrucken. Für den Druck nutzten die Wissenschaftler eine für den gewöhnlichen Verbraucher noch nicht verfügbare Spezialtinte das mit fluoszierenden Polymeren und Nanopartikeln versetzt ist. Je nach gesuchter Krankheit passen nur dafür entscheidende Marker an die Ankermoleküle. Alle anderen werden weggeschwemmt. Wenn der Photodetektor Fluoreszenzlicht erkennt, ist die gesuchte Krankheit bestätigt. Die Fluoreszenzfarbstoffe hängen sich ganz oben an den “Turm” aus Anker und Krankheitsmarker. Bei negativem Ergebnis haften die Fluoreszenzfarbstoffe nicht an und werden herausgespült. Diese passen nur an spezielle Krankheitsmarker. Die gedruckte Lampe regt bei positivem Ergebnis die Farbstoffe zum Leuchten an.

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