Während der Schwangerschaft kann die Einnahme von Paracetamol neurologische Entwicklungsstörungen herbeiführen, die sich durch angeborene Bewegungsstörungen, den Verlust des Muskeltonus oder in der auffälligen Körperhaltung von Neugeborenen äußern. Das brachte eine aktuelle Studie der Universität Kopenhagen hervor, in der 185.617 Mütter, deren Babys in Dänemark und Norwegen leben, über die Einnahme von Schmerzmitteln während der Schwangerschaft befragt wurden. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift International Journal of Epidemiology veröffentlicht. Betroffene Babys leiden demnach zweieinhalb mal häufiger an unheilbaren Entwicklungen, die durch Hirnverletzungen verursacht werden und zu Sprach- und Bewegungsbeeinträchtigungen führen. Zudem konnte unter Paracetamol-exponierten Säuglingen eine um 30% erhöhte Zerebralparese festgestellt werden. Diese Tritt auf, wenn sich das Gehirn eines Babys im Mutterleib nicht normal entwickelt oder nach der Geburt geschädigt wird. Reduzierte Blut- und Sauerstoffversorgung oder Blutungen im Gehirn können Ursachen eines solchen Schadens sein. Eine Verbindung mit Ibuprofen konnte nicht nachgewiesen werden. 5000 von der Studie erfassten Frauen gaben an Aspirin genommen zu haben und eine fast gleiche Anzahl behandelte ihre Schmerzen mit Ibuprofen. 90.000, also fast die Hälfte der Frauen hatten angegeben, Paracetamol während der Schwangerschaft eingenommen zu haben. Es konnten 357 Babys mit neurologischen Problemen ausgemacht werden. Angesichts der derzeitig verbreiteten Unbedenklichkeit bei Verordnungen nach Absprache mit dem Arzt, sollte die Sicherheit solcher Medikamente nach Ansicht der Forscher weiter evaluiert und Frauen weiter gewarnt werden.

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