In den USA hat sich ein Geschenktrend entwickelt, der gerade mächtig Unsicherheit und Ärger unter den Verbrauchern verbreitet. Insbesondere kurz nach Weihnachten wurde klar, dass gut gemeinte Testkits aus der Gesundheitstechnologie mehr zu ernsthaften Missverständnissen als klaren Ergebnissen führen können. Es handelt sich um sogenannte DNA-Testkits, mit denen jedem möglich ist, selbstständig DNA-Analysen durchzuführen. Daten zur eigenen DNA können mitunter interessant sein, vorausgesetzt man kann sie richtig deuten, ohne dabei gleich in Panik zu geraten. Außerdem wird somit das Verständnis über den Zusammenhang genetischer Konstellationen und der Gesundheit öffentlich thematisiert. Zudem möchte jeder gerne wissen, wie es um seine gesundheitliche Zukunft steht,  oder auch seine Herkunft selbständig erforschen. Aus diesem Grund ist der Verkauf der DNA-Testkoffer im Jahr 2017 in den USA deutlich nach oben geschnellt. Doch scheinbar waren die von den Koffern herausgegeben Daten derart unverständlich, dass Beschwerdeanrufe, eingegangen in der UCLA – Klinik (Universitiy of California Los Angeles), explosionsartig angestiegen sind. Verbraucher die mit wissenschaftlichen Daten nicht richtig umgehen konnten, waren bei unerwünschten Ergebnissen schnell unruhig geworden. Denn die DNA-Kits liefern Gesundheitsinformationen über spezifische genetische Bedingungen zu Parkinson und Krebs. Einige Gene die die Tests untersuchten, hätten keine klinische Relevanz, so Wayne Grody, Direktor der UCLA Molecular Diagnostic Laboratories and Clinical Genomics Center. Dennoch fehle die zusätzliche ärztliche Hilfe bei der fachkundigen Deutung der Ergebnisse. Zudem führen DNA-Ergebnisse insbesondere bei Vaterschaftstests zu weitreichenden Problemen. Hersteller würden Verbraucher über mögliche Fehldiagnosen nicht ausreichend warnen, so Grody. Das sei aus der Menge der Beschwerden zu folgern. Obwohl die Kits den amerikanischen Verbraucherstandards wie dem der Food and Drug Administration genügten, wichen sie dennoch von den deutlich umfassenderen und wissenschaftlich strengeren Tests in den Labors des Genomikzentrums der UCLA ab, so Grudy. Ein kleiner Trost bleibt aber: Grudy hat dennoch die Erfahrung sammeln können, dass die Nutzung der Kits in Einzelfällen zu schnelleren Diagnosen eines tatsächlichen Zustands geführt hat, als es sonst passiert wäre.

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