Am 30 Juli 2020 startete die Atlas-V-Trägerrakete vom Raketenstartgelände in Cape Canaveral zur Mars-Mission. Mit an Bord eine Raumsonde, in der sich ein hochtechnologisches Fahrzeug und ein Helikopter zur Erforschung des anvisierten Planeten befinden. Inzwischen hat sie über 450 Millionen Kilometer zurückgelegt und landet voraussichtlich am 18. Februar.

Als Teil des Mars Exploration Programms soll die Erkundung des Marsgesteins Klarheit im Hinblick auf mögliches mikrobakterielles Leben bringen. Die Forscher planen die detaillierte Untersuchung geologischer Prozesse und Bedingungen. Dazu wird der Perseverance-Rover Gesteins- und Sedimentproben einsammeln. In den vorangegangenen Missionen der NASA konnte nachgewiesene werden, dass es auf dem Mars offene Wasserstellen gegeben haben muss.

Für die Mission landet der Rover auf dem sich auf der nördlichen Halbkugel des Planeten befindlichen Jazero-Krater. Dieser befindet sich in der Syrtis-Major Hochebene. Der Krater mit einem Durchschnitt von knapp 50 Kilometern entstand durch einen Meteoriteneinschlag, was ihn für Forschungszwecke interessant macht. Denn durch den Einschlag wurden Schichtsilikate auf die Oberfläche des Planeten geschleudert, die heute noch vorhanden sind. Der Verdacht, dass dort einmal Wasser gewesen sein muss, baut auf die sich im Untergrund befindlichen Tonminerale, die bei 100 – 200 Grad entstanden sind.

Dies ist nur mit Wasser möglich. Vor 3,5 Millarden Jahren so die Forscher, soll dort ein Fluss in ein offenes Gewässer, ähnlich eines Sees, geflossen sein. In der Folge lagerten sich dort Sedimente in Form eines Fächers ab. Und genau dort werden organische Moleküle vermutet. Nachdem schon zuvor Mars-Orbiter Bilder und Daten aus 322 Kilometern Höhe gesammelt haben, wollen sich die Forscher das Planetengestein und die Geologie genauer ansehen. Der 2,5 Milliarden Dollar schwere Rover soll zudem Daten über das dortige Klima sammeln.

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